Neue Chance für Raucher:
Kassen zahlen Lungen-Check mit Niedrigdosis-CT
Rauchen Sie viel oder haben Sie lange geraucht? Machen sich langsam Sorgen um Ihre Lunge? Dann können Sie jetzt von einer neuen High-Tech-Untersuchung profitieren, die darüber hinaus in vielen Fällen auch von den Kassen bezahlt wird.
„Seit dem 1. April 2026 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen erstmals die Kosten für einen Lungen-Check per Niedrigdosis-CT“, sagt Radiologe Dr. Ralf Wuttge von der Radiologie München-Haar. „Das ist eine moderne Vorsorgeuntersuchung, die Lungenkrebs oft in einem so frühen Stadium erkennen kann, in dem noch keine Beschwerden auftreten.“ Genau das aber kann entscheidend sein. Denn je früher ein Tumor entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. „Dieser Raucher-Check“, so Dr. Wuttge, „kann tatsächlich Leben retten.“
Lungenkrebs gehört zu den häufigsten und gefährlichsten Tumorerkrankungen, besonders bei Rauchern. Experten gehen davon aus, dass etwa 10 bis 20 Prozent aller starken Raucher im Laufe ihres Lebens an Lungenkrebs erkranken. Dr. Wuttge: „85 bis 90 Prozent aller Lungenkrebsfälle sind auf das Rauchen zurückzuführen.“ Besonders steigt die Gefahr bei langer Rauchdauer von mehr als 20 oder 30 Jahren, bei vielen Zigaretten pro Tag, mit zunehmendem Alter sowie bei zusätzlicher Belastung durch Feinstaub oder berufliche Schadstoffe.
„Genau für diese Risikogruppe wurde der neue Lungen-Check per Niedrigdosis-CT eingeführt“, erklärt Dr. Wuttge. „Dieses Spezial-CT unterscheidet sich von den herkömmlichen Computertomographie-Untersuchungen dadurch, dass es dank moderner KI-Technologie mit bis zu 80 Prozent weniger Röntgenstrahlung auskommt. Gleichzeitig liefert es wesentlich genauere und detailliertere Schichtaufnahmen der Lunge, sodass wir bereits kleinste Veränderungen gut erkennen können.“
Dr. med. Ralf Wuttge
Facharzt für Radiologie
Das Problem bei Lungenkrebs:
Genau hier setzt das neue Niedrigdosis-CT an. In der symptomfreien, nur wenige Millimeter großen Phase ist eine Operation häufig noch heilend möglich und eine weitere Ausbreitung über Metastasen kann vermieden werden. Damit eröffnet die Untersuchung eine echte Chance, Lungenkrebs zu entdecken, wenn er noch gut behandelbar ist. Dr. Wuttge: „Bisher haben wir frühe Lungentumore meist nur zufällig gefunden, wenn wir die Patienten wegen anderer Beschwerden per CT untersucht haben.“
Ein weiterer Vorteil
Die Niedrigdosis-CT ist deutlich empfindlicher als das klassische Röntgen der Lunge. Im Röntgenbild werden Tumoren meist erst sichtbar, wenn sie bereits ein bis zwei Zentimeter groß sind. Kleinere Veränderungen bleiben häufig unentdeckt. Besonders dann, wenn sie hinter Rippen oder dem Herzen liegen oder zentral in der Lunge entstehen. Die Niedrigdosis-CT dagegen erkennt bereits sehr kleine Herde ab etwa zwei bis drei Millimetern. Damit können Tumoren oft im heilbaren Frühstadium entdeckt werden. Während das Röntgen eher bei Beschwerden oder zur Verlaufskontrolle eingesetzt wird, eignet sich die Niedrigdosis-CT gezielt zur Früherkennung bei Risikopatienten – insbesondere bei starken Rauchern.
Vorteil für Patienten aus München und Umgebung: Eines der neuesten und modernsten Niedrigdosis-CT-Geräte ist seit Anfang dieses Jahres in der Radiologie München-Haar im Einsatz.
Die Untersuchung selbst ist unkompliziert
Gesetzliche Kassen übernehmen die Kosten
Gelegenheits-Raucher, die diese Kriterien nicht erfüllen oder sich rein vorsorglich ohne Überweisung untersuchen lassen wollen, können den Lungen-Check als Selbstzahler für 450 Euro durchführen lassen.
Egal ob mit Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen oder als Selbstzahler: Der Lungen-Check per Niedrigdosis-CT eröffnet erstmals für viele starke Raucher eine echte Vorsorgemöglichkeit. Er kann helfen, Lungenkrebs frühzeitig zu erkennen – noch bevor Beschwerden entstehen und wenn die Heilungschancen am größten sind.
11 Fakten zu Lungenkrebs und Rauchen
1. Fakt
Je nach wissenschaftlicher Studie gibt es in Deutschland etwa 12 bis 14 Millionen erwachsene Raucherinnen und Raucher. D.h., etwa jeder vierte Erwachsene in Deutschland raucht.
2 Millionen von ihnen gelten sogar als starke Raucher.
2. Fakt
3. Fakt
4. Fakt
Nichtraucher!
5. Fakt
Das Lungenkrebs-Risiko steigt besonders an bei:
- langer Rauchdauer (z. B. >20–30 Jahre)
- vielen Zigaretten pro Tag
- höherem Alter
- zusätzlicher Belastung z.B. durch Feinstaub, Autoabgase, Schadstoffe am Arbeitsplatz
6. Fakt
7. Fakt
8. Fakt
Etwa 65 bis 75 Prozent aller Fälle entdecken Ärzte erst in fortgeschrittenen und Spätstadien III und IV. Hier liegt die Heilungschance nur noch unter 20 Prozent, mit Metastasen unter 10 Prozent!
9. Fakt
10. Fakt
11. Fakt
Wie wichtig eine Lungenkrebs-Früherkennung mit Niedrigdosis-CT sein kann, haben jetzt auch die Krankenkassen entdeckt. Sie zahlen ab sofort eine jährliche Untersuchung für Patienten, die
- 50-75 Jahre alt sind
- 25 Jahre geraucht haben
- 15 Packungsjahre aufweisen ( 1 Packungsjahr = Zahl der Raucherjahre x Zahl der gerauchten Packungen pro Tag)
- immer noch rauchen oder erst vor weniger als 10 Jahren aufgehört haben
Alle anderen Raucher können sich aber als Selbstzahler untersuchen lassen!
Früherkennung mit unserem modernen Niedrigdosis-CT hilft und kann die Heilungschancen auf bis zu 90 % erhöhen.
Vereinbaren Sie direkt hier einen Termin für den neuen Lungen-Check!
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